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Über die eigene Institution hinaus denken

Allen Menschen allerorts soll alles zum Lernen offen stehen#CPT10

Warum ist das wichtig?

Die Pioniere in Sachen Open Education entwickelten neue Lernformate und neue Institutionen. Dabei ließen sie sich von der Arbeitsweise von Open-Source-Communities inspirieren, anstatt traditionelle Schulen und Universitäten zu kopieren. Auch wenn Open Education innerhalb der formalen Bildung enorme Fortschritte gemacht hat, scheinen die größten Veränderungen beim Lernen heute weniger mit der Bewegung für Open Education zu tun zu haben.

YouTube ist die größte Website für informelles Lernen im Internet. StackOverflow ist der Ort, an dem Software-Entwickler ihre Fähigkeiten verbessern. Und die Reputationsfunktion bei LinkedIn ergänzt formale Zertifikate. Dann gibt es eine Reihe anderer Communities, die den gleichen Ethos des Teilens und Lernens haben (z. B. die Maker-Bewegung), aber unverbunden neben Open Education stehen.

Worin besteht die Gelegenheit?

Die Zeit ist reif für neue Experimente, wie wir Lernen organisieren und anerkennen. Vor zehn Jahren hätten einige dieser Ideen radikal gewirkt, aber eine neue Generation von Lernenden und Lehrenden ist jetzt besser vernetzt und hat eine größere Bereitschaft, neue Medien zum Lehren und Lernen einzusetzen. Gleichzeitig steht die Welt der nicht-offenen, kommerziellen Produkte nicht still. Vielleicht waren wir 2007 zu früh, aber jetzt müssen wir sicherstellen, dass wir nicht zu spät kommen.

Wie können wir Open Education besser mit dieser neuen Innovationswelle verbinden? Zum einen wird der Aufbau von Brücken einfacher, wenn wir unser Verständnis von #Open neu ausrichten: eher als eine Kombination von Praktiken und Werten, anstatt als eine Reihe von Merkmalen, die wir auf Materialien anwenden. Wenn wir von neuen Projekten umgeben sind, ist es von entscheidender Bedeutung, dass wir Klarheit über unsere Grundwerte haben. Aber wir müssen auch neue Wege finden, um über #Open zu sprechen, um andere Menschen zu inspirieren. Und wir müssen offen dafür sein, dass andere Menschen uns inspirieren.

Wir müssen mehr Innovator*innen für Open Learning innerhalb unserer Community unterstützen und wir müssen neue Verbündete jenseits von formalen Bildungseinrichtungen finden. Es hat sich gezeigt, dass Bibliotheken wichtige Orte für Lernen und Bildung sind, da sie das Interesse an Zugangsgerechtigkeit teilen und vertrauenswürdige Institutionen sind. Andere ähnliche Institutionen könnten zu wichtigen Partnern werden.

Zu den neuen Trends in Sachen Akkreditierung und Anerkennung gehören entbündelte Abschlüsse, digitale Blockchain-basierte Zertifikate und datenbasierte Kennziffern für die Reputation. All das bringt sowohl spannende Möglichkeiten als auch bedeutende Herausforderungen mit sich.

Wie kann man sich beteiligen?
  • Das Ziel dieses Papiers ist es, nicht nur die „üblichen Verdächtigen“ anzusprechen. Wenn Sie jemand sind, der interessante Arbeit in den Randzonen des Bildungssystems macht, lassen Sie es uns wissen.
  • Diejenigen, die sich für schulische Bildung (K-12) interessieren, können sich die Digital Media und Learning Community anschauen oder deren jährliche Konferenz besuchen.
  • Nehmen Sie Verbindungen mit den Innovatoren des Bibliothekswesens auf: bei NextLibrary, der Konferenz der Public Library Association (PLA) oder über EIFL (Electronic Information for Libraries).
  • Für neue Formen von Zertifikaten ist die Open-Badges-Community weiterhin ein guter Ausgangspunkt. Oder schauen Sie sich Blockcerts an, ein Open-Source-Projekt, das Badges und Blockchain verbindet.